Affinity Photo Test – Was ist so besonders?

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In meinem Affinity Photo Test zeige ich was mich von Anfang an so positiv beeindruckt hat und warum ich meinen Workflow zu 100% auf das neue Bildbearbeitungsprogramm umgestellt habe. Affinity Photo erschien 2015 zuerst als Beta Version für den Mac. Im Vorfeld hatte ich schon von dem neuen Bildbearbeitungsprogramm gelesen, denn es gab bereits damals einen Hype um Affinity Photo und deshalb bin ich sehr gespannt gewesen, wie es sich im Gegensatz zu meinem all-time-favorite Photoshop schlagen würde. Eins schon vorab, was hier für ~ 50€ geboten wird ist der Hammer. Die neue Software von Serif ist unglaublich umfangreich und vielseitig. Die Software hat zurecht schon einige hochkarätige und wichtige Preise in der Branche gewonnen.

Believe the hype. Mein Affinity Photo Test.

Affinity Photo Frank Treichler
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Ein Schwank aus der Jugend.

Eine kurze Rückblende, denn so fing alles an. Ich habe 2002 mit Photoshop 7 Codename „Liquid Sky“ angefangen, seitdem war Photoshop für mich das Maß aller Dinge. Ein paar Alternativen habe ich zwar in den letzten Jahren ausprobiert, aber ganz ehrlich, für mich war das alles nix. Corel Draw, Paintshop, PhotoFiltre oder während meiner Linux Zeit auch Gimp. Meh, das war alles überhaupt nix für mich. Der Wokflow, die Oberfläche, das Handling und der Funktionsumfang – das alles hat Photoshop für mich zum King gemacht. Photoshop war(ist) immerhin der Industriestandard, nicht ohne Grund. Doch warum habe ich mich dann überhaupt nach so vielen Jahren umentschieden und warum habe ich so viel Freude an dem Affinity Programm gefunden? Das erkläre ich nachfolgend in einem kleinen Affinity Photo Test.

Das ist nicht das Ende von Photoshop.

Also warum? Viele Jahre bin ich sehr glücklich mit „meinem“ Photoshop gefahren, bis eines Tages der Tag X kam und Adobe auf die Creative Cloud, eine Mietversion, gewechselt ist. Ab diesem Zeitpunkt ging für mich eine Ära zu Ende. Ich habe noch lange Zeit mein geliebtes Photoshop CS6 benutzt, aber das ist heute nicht mehr up-to-date. Ja es stimmt, Photoshop war nie billig. Weder als Upgrade noch als Grundversion. Aber der Zwang nun monatlich zu bezahlen hat mir überhaupt nicht gefallen und das machte Photoshop für mich doch etwas unsympathisch. Das Ende von Photoshop? Mumpitz! Photoshop ist immer noch King, aber eben ein König mit einer Beule in der Krone. Deshalb habe ich wieder einmal über den Tellerrand geschaut und mir die bis heute beste Photoshop Alternative angeschaut.

Welcome Affinity Photo, nice to meet you.

Die neue Software kam für mich zum perfekten Zeitpunkt, da mein Photoshop CS6 von Adobe nicht mehr unterstützt wurde, sprich keine Updates mehr. Also habe ich mir 2015 Affinity Photo Beta heruntergeladen und ausprobiert und ich muss sagen, ich war von Beginn an begeistert. Der Einstieg ging sehr flott. Nach kurzer Zeit wusste ich was Affinity anders macht und wie ich damit umgehen muss. Meine jahrelange Photoshop-Erfahrung kam mir dabei natürlich zu Gute. Die Programmoberfläche von Affinity Photo ist dem Platzhirsch nachempfunden. Ein Grund warum ich mich sofort wie zu Hause gefühlt.

Die Oberfläche von Affinity Photo hat einige Besonderheiten zu bieten.
Je nach Geschmack in dunkler oder heller Optik.
Aufwendige Kunstwerke lassen sich mit Affinity Photo problemlos umsetzen,
wie hier ein Beispiel von © Serif

Baby I like it RAW.

Das können nicht alle! Wenn es um die Verarbeitung von RAW-Material geht, dann ist bei vielen anderen Bildbearbeitungsprogramme schon Schicht im Schacht. Einen RAW-Konverter hat Affinity Photo direkt mit an Board und der ist richtig gut. In Affinity Photo wird dieser in eine sogeannte Persona gepackt, die „Develop Persona“. Personas werden die verschiedenen Arbeitsbereiche genannt. In diesen Arbeitsbereichen, Personas, stehen spezielle Funktionen und Werkzeuge zur Verfügung.

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Die Affinity Develop Persona
Hier habe ich eine RAW-Datei ausgewählt, ein Schnappschuss aus dem Garten.

In meinem Affinity Photo Test öffne ich RAW-Dateien automatisch in der Develop Persona, das ist standardmäßig so eingestellt und das finde ich super. Rechts ist mein original RAW-Bild zu sehen, ein gewöhnlicher Schnappschuss, aufgenommen mit einer kleinen Canon G7X Mark II*. Wie man auf dem rechten Bild sehen kann, sind die Farben sehr blass und alles ist eigentlich viel zu dunkel. Mit Affinity Photo habe ich aber so viele Möglichkeiten aus meinem Bild noch einiges rauszuholen. Der Raw-Konverter von Affinity Photo ist richtig Klasse, für mich reicht das vollkommen aus. Im linken Bild sieht man ja schon, was ich aus den schwarzen Bereichen unten rechts noch alles für Informationen in das Bild zurück holen konnte. Die Entwicklung habe ich zu 100% in der Develop Persona vorgenommen, das Endresultat gefällt mir für meinen Schnappschuss sehr gut. Aber schau Dir gerne selbst im folgenden Bild das Vorher und Nachher an.

Affinity Photo Frank Treichler
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Unbegrenzte Möglichkeiten...

In der Affinity Photo Persona habe ich eine riesige Auswahl an Werkzeugen, Funktionen, Anpassungen, Filter und Effekte. Diese kann ich entweder zur einfachen Fotoverbesserung verwenden oder ganz kreativ meiner Fantasie freien Lauf lassen. Mit Affinity Photo sind mir dabei keine Grenzen gesetzt.

ap-personas
Die Affinity Photo Persona

Im Studio Ebenen kann ich zum Beispiel ganz einfach eine Schnittmaske erstellen. Dafür muss ich nur ein Bild unter eine Ebene ziehen bis ein blauer Strich erscheint und dann ist mein Bild in einer Form meiner Wahl, das kann auch ein Text sein. Wie ich das mache, kannst Du Dir in diesem Tutorial Portrait Text in Affinity Photo anschauen.

Nesting(Schnittmaske) in Affinity Photo

Was ich auch richtig gut finde sind die Geometrie-Funktionen. Wie aus Affinity Designer oder Illustrator bekannt, lassen sich Formen hinzufügen, subtrahieren, aufteilen oder überlappen. Ich hätte für meinen Affinity Photo Test noch weitere Beispiele für die Geometrie-Funktion zeigen können. Ich zeige die in kommenden Affinity Tutorials, dann erkläre ich auch etwas dazu.

Eine Geometrie-Funktion wie bei Affinity Designer oder Illustrator.

...mit Affinity Photo.

Eine weitere coole Sache sind vordefinierte Formen. Diese lassen sich mit ein paar Klicks anpassen und verändern, ganz genau wie ich es möchte. Für den Affinity Photo Test habe ich mich beschränkt auf eine Form, es gibt aber mehr als 20 vordefinierte Formen und auch ein Easter Egg versteckt im Programm. Ganz lustig gemacht, schau mal Freitag den 13. in deine Formen bei Affinity Photo. Vielleicht siehst Du die versteckte Form.

Vordefinierte Formen kannst Du an deine Bedürfnissen anpassen.

Mit Brushes bzw. Pinselspitzen kann ich in Affinity Photo ganz wunderbar zeichnen. Das macht einen Riesen Spass. Ein dicker Pluspunkt für Affinity Photo ist übrigens, dass ich auch Photoshop .abr Brushes importieren kann. Somit kann ich auf meine alten Photoshop Pinsel zurückgreifen.

Mit Pinselspitzen / Brushes zu arbeiten macht richtig Spass.

Besonders cool finde ich den neuen Pinsel-Stabilisator. Mit eingeschaltetem Stabilisator kann ich mit der Maus butterweiche Pinselstriche zeichnen. 

Der Pinsel-Stabilisator in Affinity Photo ist genial.

Selbstverständlich kannst Du mit Affinity Photo auch Freihandzeichnen mit einem Grafiktablett, wie ich es in dem Tutorial Doodle Art Effect mit Affinity Photo zeige. Affinity Photo funktioniert auch wunderbar mit meinem alten Wacom Intuos 3 Grafiktablett*. Für meinen Affinity Photo Test habe ich mir nur spezielle Funktionen rausgesucht, der Funktionsumfang ist einfach gewaltig.

Affinity Photo 1.6 - neue Funktionen.

Affinity Photo ist mit jeder neuen Version besser geworden. Im folgenden Video zeige ich ausgewählte Features von Affinity Photo 1.6, dazu gehören unter anderem inhaltsbasiertes Restaurieren, helle Programmoberfläche, neue Filter wie Halbtonraster oder die Stabilisator Funktionen.

Video abspielen

Lernmaterial zu Affinity Photo.

Wenn Du Affinity Photo für Dich entdeckt hast und nach passendem Lernmaterial suchst, kann ich Dir ein paar Empfehlungen mit auf den Weg geben. Zum einen erstelle ich Affinity Photo Tutorials auf meinem Youtube Kanal Affinity Tutorials. Mein Kumpel Jack macht auch sehr gute Affinity Photo Tutorials auf seinem Youtube Kanal Affinity Jack. Hier auf dem Blog findest Du unter Affinity Photo Tutorials Mac/Win | Affinity Photo Tutorials iPad ebenfalls interessante Affinity Photo Tutorials.

Original Tutorials von Serif findest Du im offiziellen Affinity Forum unter offizielle Affinity Photo Tutorials.

Wenn Du stattdessen lieber Bücher zum Thema Affinity Photo lernen auf Deutsch liest, dann kann ich Dir die folgenden Bücher empfehlen. Rezension – Das Affinity Photo WorkbookSchritt für Schritt zum perfekten Bild – Affinity Photo und Rezension – Das Affinity Photo Praxisbuch von Rüdiger Schestag.

  

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Affinity Photo Frank Treichler
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Das Thumbnail „Was ist so besonders“ habe ich mit Affinity Photo für Mac gemacht. Das Serif Logo ist ein eingetragenes Markenzeichen von Serif (Europe) Ltd.



About Author

Affinity Nerd

Hallo Affinity Freunde. Ich erstelle Affinity Tutorials für Einsteiger und erfahrene Affinity Anwender auf meinem Youtube Kanal www.youtube.com/affinitytutorials und möchte der deutschen Affinity Community ein breitgefächertes Angebot an Hilfe und Informationen hier auf meinem Blog affinitytutorials.de bereitstellen. Schau Dich gerne um und entdecke die Power von Affinity Photo & Affinity Designer. Viel Spass mit Affinity.

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